Lachen als Selbsttherapie Print
von Sebastian Moitzheim   
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Lachen als Selbsttherapie
Autobiographischer Kern
Lächerliche Dinge mit großem Ernst
Emotionale Verbindung zum Zuschauer

 

 

 

 

Wes Anderson - Lachen als Selbsttherapie

Wes Anderson gilt spätestens seit seinem zweiten Film RUSHMORE für so manchen Kritiker als Regie-Wunderkind. Seine Tragikomödien treffen bei vielen Fans einen Nerv - und sind bei fast ebenso vielen verschrien. Zwar erzählt jeder seiner Filme eine andere Geschichte in einem anderen Setting, seine Themen sind aber immer wieder dieselben: Er dreht humorvolle Filme über Konflikte zwischen Vater und Sohn, Mann und Frau, unter Geschwistern - kurz, Filme über "dysfunctional families", über Familien, die sich auseinanderleben, zerstreiten, eben nicht mehr "funktionieren". So unterschiedlich die Settings seiner Filme sind - von einem Zug in Indien über ein U-Boot bis hin zum Fuchsbau in DER FANTASTISCHE MR. FOX -, so skurril, teilweise etwas albern der Humor, seine Kernthemen bleiben die gleichen. Wer dazu keinen Zugang findet, wird von Wes Andersons Filmen wohl kaum berührt werden und schon gar nicht darüber lachen können.

Wes Andersons Werk ist stark autobiografisch geprägt. Wie die Protagonisten in DARJEELING LIMITED wuchs er als einer von drei Brüdern auf. Max Fischer, Hauptfigur in RUSHMORE, schreibt wie der junge Wes Anderson Theaterstücke, die in der Schule aufgeführt werden. Seine Mutter Texas Ann, eine ehemalige Archäologin, diente als Vorbild für Etheline Tenenbaum in DIE ROYAL TENENBAUMS. Das sind nur einige der vielen autobiografischen Bezüge, die sich durch alle Filme von Wes Anderson ziehen. Viele seiner Figuren haben ein oder mehrere reale Vorbilder aus Wes Andersons Leben.

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