Editorial Print

Haben wir gelacht!

Krise, Wetter, Fanatiker, Arbeit - irgendwann fiel uns auf, dass die Kinokarate-Themen, gelinde gesagt, einen leichten Hang zum Negativen haben. Und da, inmitten des nicht enden wollenden Winters, fassten wir einen Beschluss: Think positive! Eine freundliches, erhebendes Thema sollte es diesmal sein, und flugs war das Lachen für die Nummer Neun beschlossen.

Warum lachen wir im Kino? Sind lachende Filmfiguren immer gleich lustige Charaktere? Warum lachen wir so oft, gerade wenn es auf der Leinwand eigentlich nichts zu lachen gibt? Diese Fragen und noch viele mehr galt es nun zu erkunden.

Diese Kinokarate-Ausgabe beschäftigt sich mit den stonefaces im Kino und dem unwiderstehlichen Lachreiz, den sie auslösen. Wir haben uns Zombie-Filme angeschaut und uns gefragt, ob wir die wankenden Untoten zum Lachen finden. Das Lachen desTeufels haben wir ebenso untersucht wie das Lachen über den Holocaust, und wir sind dem Rätsel auf den Grund gegangen, warum Kömodien-König Lubitsch eigentlich nie einen Oscar bekommen hat. Travestiekomödien und Monty Python, Wes Anderson, Anders Thomas Jensen und Robert de Niro haben wir unter dem Blickwinkel des Lachens unter die Lupe genommen. Und haben die New Yorker eigentlich gerade was zu lachen?

Schließlich haben wir den größten Komödien-Hits in verschiedenen Ländern dieser Welt nachgespürt - von Island über Israel bis China. Wirklich lustig, worüber in anderen Kulturen so gelacht wird!

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und hoffen, dass Sie hier und da auch herzlich lachen. Wäre doch gelacht, wenn nicht.