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Haus? Welches Haus?

Häuser sind etwas Alltägliches. Wer nicht gerade Prince Charles heißt oder als Tourist auf Sightseeing-Tour ist, nimmt seine architektonische Umgebung kaum bewusst wahr. Ähnlich geht es uns, wenn wir im Kinosessel sitzen. Wir interessieren uns für Charaktere, Handlung, Dialoge, Action. Vielleicht lassen wir uns von atemberaubenden Landschaften (John Ford lässt grüßen), dem tosenden Meer (ach, dieser böse Eisberg) oder dem Forum Romanum (und ewig staubt Maximus' Sandale) beeindrucken, aber erinnern wir uns an Häuser, die wir auf der Leinwand gesehen haben?

Die Kinokarate-Redakteusen und Redakteure haben nachgedacht und festgestellt, dass Häuser im Film eine gar nicht so unwichtige Rolle spielen. Das Haus in PSYCHO führt ein Eigenleben und im Melodram haben Häuser sogar eine Seele. Freudenhäuser unterschiedlicher Art bieten unterleibliche oder spirituelle Ekstase und im gar nicht so guten alten Berlin waren Mietskasernen Spielorte von Sozialdramen und ganz reale Todesfallen. Regisseure wie Polanski, Cronenberg und Lynch wiederum schaffen ganz eigene Welten und setzen dafür nicht zuletzt die Architektur der Sets ein. Filmemacher entführen uns in spektakuläre Wolkenkratzer der Zukunft oder in den aufregenden Saloon des Wilden Westens. Und natürlich gäbe es überhaupt keine Filme ohne Lichtspielhäuser - unsere Korrespondentin in New York nimmt uns in einige mit.

Kurzum, Häuser im Film bieten mehr, als wir auf den ersten Blick sehen. Deshalb möge es sich der Leser zu Hause vor dem Computer gemütlich machen und mit dem Klicken beginnen.