Überhaupt der Tod: Lemmon und Matthau haben einen Riesenspaß daran, ihr Alter vorzuführen und dem Sensenmann die Zunge rauszustrecken. Ein etwas seniler Gesundheitsfetischist will sie in seinem Oldtimer mit in die nächste Stadt nehmen. Leider gibt er unterwegs seinen Geist auf – der Gesundheitsfetischist, nicht der Oldtimer. Mit einer Leiche, einem Toupet und einer Saatkrähe führt das Odd Couple dann zwei der makabersten und komischsten Minuten der Filmgeschichte auf. Dabei lassen sie auch einen Witz über einen nekrophilen Blow Job nicht aus. Spätestens jetzt ist klar: Die Figuren Oscar und Felix, Matthau und Lemmon überstehen jede Szene. Sie sind die perfekte Mischung aus Liebe und Hass, aus Aggressivität und Fürsorge, aus Lebensfreude und Neurose.
Auf die Suche nach dieser perfekten Figurenkonstellation werden sich Filmemacher immer wieder machen, meistens vergeblich. In jedem Fall aber ist diese Mischung unwiderstehlich. Wer sie findet, hat die Formel für einen erfolgreichen Film. Regie? Handlung? Digitale Tricks? Ausstattung? Nebenfiguren? Das sind alles optionale Extras. Zwei gute Charakterskizzen und zwei überzeugende Schauspieler, die braucht man. Mehr nicht. Das Filmpaar Lemmon-Matthau hat auf dem Feld der cinematographischen Männerbeziehung Maßstäbe gesetzt, die unerreicht sind. Über die Arbeit wurden sie auch zu lebenslangen Freunden. Aber Männerfreundschaft hält länger: Sie liegen auf dem Pierce Brothers Westwood Village Memorial Park begraben - nur wenige Meter voneinander entfernt
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