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Killer als Beruf und Berufung |
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von Steffen Wagner und Tiziana Zugaro-Merimi
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Killer - ein Beruf wie jeder andere. Ein Mensch tötet gegen Geld einen anderen Menschen, gegen den er persönlich gar nichts hat, den er in der Regel noch nicht einmal kennt. Er setzt seine Kenntnisse und Fähigkeiten ein, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, übt also einen Beruf aus.Dass hier getötet - gemordet - wird, und dass sich hier die Frage nach Verantwortung und Schuld stellt, steht in den Killerfilmen von Le Samourai bis Léon der Profi jedoch nicht im Fokus.
Was an der Figur des Profikillers fasziniert ist sein Handwerk und dessen präzise Ausführung. Professionalität, ein kühler Kopf und absolute Nüchternheit - das sind die Eigenschaften, die den „guten" Profikiller im Film ausmachen, die ihn vom Messer wetzenden Psychopathen absetzen. Das sind Eigenschaften, die auch in der Geschäftswelt durchaus von Vorteil sind. Für den Killer ist töten Arbeit. Punkt. Routine. Dass der Profikiller persönlich nicht involviert ist, lädt seine Macht über Leben und Tod geradezu mystisch auf - ein „eiskalter Engel" und „Geisterhund" schleicht wie ein Schatten durch den Film. Der Profikiller hat immer etwas von einem Halbtoten. Umso faszinierender ist es, die kleinen alltäglichen Dinge zu betrachten, die ihn im Leben verankern - Léons Topfpflanze, Jef Costellos Kanarienvogel oder Ghost Dogs Brieftauben.
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