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Thomas Edward Lawrence, (Lawrence von Arabien) britischer Autor und Geheimagent, 1888-1935, lernt Arabisch auf einer Expedition, schwärmt für das Leben der Beduinen. Wird Kontaktmann des britischen Geheimdienstes bei den Arabern, die 1914 einen Aufstand gegen das Osmanische Reich organisieren. Dabei enge Zusammenarbeit mit dem Sohn Husseinis von Mekka, Faisal I, dem späteren König des Irak. Lawrence organisiert den Guerillakrieg und nimmt 1917 Akkaba und 1918 Damaskus mit seinen arabischen Truppen ein. Er dient danach noch als Berater u.a. für Churchill, zieht sich in den 20er Jahren aber unter falschem Namen zurück und stirbt 1935 bei einem Motorradunfall. Sein berühmtestes Buch ist ganz aus dem Gedächtnis geschrieben, weil ihm eine Hälfte des Orginals verloren ging, die andere Hälft gestohlen wurde: "The Seven Pillars of Wisdom" (Die Sieben Säulen der Weisheit).
Graf Almasy (Ladislaus Eduard (László Ede) Almásy), 1895-1951, Wüstenforscher, Pilot. Er diente Michael Ondaatje als Vorlage für den "englischen Patienten" im gleichnamigen Roman. Almasy unternahm mehrere Sahara-Expeditionen, entdeckte bisher unbekannte Höhlen mit Felszeichnungen von Schwimmern, arbeitete im 2. Weltkrieg auch für den deutschen Geheimdienst und schleuste deutsche Spione in britisches Gebiet. Er erhielt von Rommel das Eiserne Kreuz. Von den Sowjets nach dem Krieg eingesperrt, starb er 1951 in Salzburg.
Ibn Battuta, 1304 (geb. in Marokko) - 1377 (gest. in Marokko). Battuta bereiste fast die gesamte bekannte Welt, wird als "orientalischer Marco Polo" bezeichnet. Dabei kam er natürlich immer wieder durch Wüsten und hat ihnen Erkenntnisse und Weisheiten abgewinnen können. Einige seiner Stationen: Zunächst entlang der nordafrikanischen Küste bis nach Ägypten, dann weiter über das heutige Israel und Syrien. Von dort mit einer Karawane bis Mekka. Dann reiste er durch Mesopotamien (das heutige Irak) nach Persien und bis an die Seidenstraße im Norden. Es folgen Reisen über Konstantinopel bis nach Dehli, dann weiter bis Shanghai. Später machte er noch einige Wüstenreisen und einige ins innere Afrika bis er schließlich in Tanger blieb. Die einzige Quelle seiner Reisen ist seine eigene Reisebeschreibung: Ibn Battuta: Reisen bis ans Ende der Welt 1325 - 1353. Edition Erdmann, Stuttgart 1985.
Der heilige Antonius, um 251-356 (?). Geboren in Mittelägypten als Sohn
wohlhabender christlicher Bauern. Als er etwa 20 Jahre alt ist,
sterben seine Eltern. Nachdem er seinen Besitz verschenkt hat,
zieht er sich in die Einsamkeit zurück, zuerst in eine Hütte in der Nähe
seines Dorfes, später in ein altes Grab, dann in ein verlassenes Fort am Rand der Wüste. Schließlich siedelt er ganz in der
Wüste, in Sichtweite des Roten Meeres. Während seiner Wüstenaufenthalte hat er Visionen und gilt heute als Begründer des christlichen Mönchtums. Die Figur des Antonius, des einsamen Suchers in der Wüste, ist bei Malern sehr beliebt gewesen: Grüneberg, Bosch nahmen sich seiner an und in der Moderne haben sich u.a. Dali und Max Ernst von der Antonius Legende inspirieren lassen.
Moses, Jesus, Mohammed - die drei Propheten haben alle Offenbarungserlebnisse in der Wüste gehabt. Ihre Erkenntnisse dort und ihre Visionen brachten sie dazu, zu predigen und so drei Religionen zu stiften, deren gemeinsamen Ursprünge in der Wüste und z. T. in den identischen Erzählungen nicht zu übersehen sind - auch wenn heute meist nur noch die Gegensätze betont werden. Die Wüstengeschichten der Drei (und einiger anderer Wüsten- Propheten) sind nachzulesen in Bibel und Koran.
Antoine Saint-Exupéry, franz. Autor und Pilot, 1900-1944. Seine ersten Wüstenerfahrungen machte er als Flieger auf der Etappe Toulouse-Casablanca, dann Casablanca–Dakar. 1927/28 wurde er Leiter eines Zwischenlandeflugplatzes in der Westsahara, wo er mehrfach in der Wüste notgelandete Kollegen retten musste und auch zu schreiben begann. Seine Erfahrungen verarbeitete er in zahlreichen Büchern, wobei der "Le Petit Prince", das ebenfalls von einer Notlandung in der Wüste erzählt, das berühmteste sein dürfte.
Odette du Puigaudeau, 1894-1991, franz. Forscherin. Odette du Puigaudeau bricht 1934 mit ihrer Freundin Marion Sénores nach Mauretanien auf. Zu Fuß und auf Kamelrücken durchqueren sie auf bis dahin unbekannten Routen die Wüste Mauretaniens. Die nächsten 30 Jahre beschäftigt sie sich mit Mauretanien und schreibt zahlreiche Bücher darüber.
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